Das Wunschdenken des Dr. Detlev Hüwel

Dr. Hüwel hat Visionen. Auch heute wieder. „Die AfD zerlegt sich selbst“, so kommentiert er heute in der Rheinischen Post. Und folgt damit genau dem Tenor, den er schon vor Wochen angeschlagen hatte. „Abwärts mit der AfD“, so artikulierte er bereits am 30. Oktober sein Wunschdenken und blieb damit seiner Linie treu. Und weiter im Text: „Wie es aussieht, hat die AfD in NRW den Zenit ihrer Popularität überschritten. Kein Wunder, denn inzwischen hat sich die lange Zeit aufgeheizte Debatte über den Zuzug von Asylbewerbern versachlicht. Das ist nicht mehr das Klima, in dem dumpfe Parolen gedeihen. Man kann nur hoffen, dass dieser „Klimawandel“ anhält, denn nötig sind nicht krude Parolen, sondern politische Entscheidungen mit Herz und Verstand“.zerlegung

 Schon Helmut Schmidt wusste: Wer Visionen hat, der soll zum Arzt gehen. Auch bei Dr. Hüwel liegt der Verdacht einer gestörten Wahrnehmung nahe. Denn sein heutiger Bericht über den Ablauf des Delegiertenparteitages vom Wochenende strotze so vor Fehlern, daß sich jemand, der persönlich dabei war, zu folgender Richtigstellung bemüßigt fühlte:

Sehr geehrter Herr Hüwel,

in Ihrem Artikel „AfD-Chef ohne Mehrheit in der Partei“ stellen Sie mehrere Behauptungen auf, welche leider falsch sind.

  1. Sie behaupten, „Mehrheit in der NRW-AfD steht nicht zur Parteiliste“. Dies ist falsch. Jeder Listenkandidat wurde mit min. 50% der Stimmen der NRW-Delegierten auf die Liste gewählt.
  2. Sie behaupten, eine Mehrheit der Delegierten habe in Rheda-Wiedenbrück dafür gestimmt, die „Parteiliste zu verwerfen und von vorne zu beginnen“. Dies ist falsch. Bei der von Ihnen angesprochenen Abstimmung ging es darum, die Tagesordnung zu erweitern (dafür wäre eine 2/3 Mehrheit notwendig gewesen). Erst mit der dann erweiterten Tagesordnung hätte überhaupt nach Aussprache über den Neuanfang der Liste abgestimmt werden können.
  3. Sie behaupten, „der Streit führte dazu, dass in Rheda-Wiedenbrück nur ein einziger Listenplatz besetzt werden konnte“. Dies ist falsch. Es wurden in Rheda-Wiedenbrück vier Plätze besetzt.
  4. Sie behaupten, Marcus Pretzell sei Vorsitzender in NRW seit 2013. Dies ist falsch. Er ist Vorsitzender seit Mitte 2014.  – Ich würde mich  freuen, wenn Sie die angesprochenen Punkte (insbesondere die ersten beiden Punkte) in der nächsten Ausgabe korrigieren.

Schauen wir mal, was uns die Druckerschwärze der RP morgen wieder präsentiert.

 

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