Pressemitteilung: Ablehnung einer Spende für die Malteser in Ratingen

22.1.2020 Die AfD in Ratingen teilt mit:

Der AfD-Stadtverband Ratingen, vertreten durch seinen Sprecher Bernd Ulrich, beklagt die Ablehnung einer Spende in Höhe von 250€, die der Ratinger Ortsgruppe der Malteser zugutekommen sollte. Wie die Rheinische Post berichtete, hatten die Malteser am 22. November diesen Jahres das Jubiläum ihres sechzigjährigen Bestehens mit Vertretern der Parteien und Fraktionen in der Stadthalle in Ratingen gefeiert. Zu diesem Anlass tätigte Bernd Ulrich eine private Spende in Höhe von 250€ auf das Konto der Malteser bei der Erzdiözese Köln, versehen mit dem Hinweis: „Für die Malteser in Ratingen. Vielen Dank“.  Wenige Tage später schickte die Erzdiözese den Betrag kommentarlos zurück.

Auf Nachfrage erläuterte  Kai Vogelmann, Sprecher der NRW-Malteser, in einem Telefonat am Montag dieser Woche gegenüber Bernd Ulrich sinngemäß: Man nähme  Anstoß an der kritischen Haltung der AfD zur Verbringung von Migranten über die Mittelmeerroute nach Europa. Diese Einstellung sei mit kirchlich-katholischen Glaubensgrundsätzen der Malteser nicht vereinbar und daher wolle man keine Spendengelder von Mitgliedern der Alternative für Deutschland annehmen.

Dazu äußert Bernd Ulrich: „ Selbstverständlich habe ich Herrn Vogelmann meine Gesprächsbereitschaft zu jeder Zeit an jedem Ort mit jedem Diskutanten zu dem Thema angeboten. Ich habe auf meine jahrelange Spendenpraxis zugunsten humanitärer Organisationen wie Ärzte ohne Grenzen oder Cap Anamur  verwiesen. Wir können die erzbischöfliche Dogmatik nicht nachvollziehen.

Wir wissen uns mit unserer Haltung in guter Gesellschaft etwa mit dem Präsidenten der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), welcher sich wie folgt geäußert hat: „Wer Menschen aus echter oder inszenierter Seenot aufnimmt, um sie nach Europa zu transferieren, macht sich moralisch mitschuldig am Tode unzähliger Menschen, die erst aufgrund der Taxidienste der sogenannten Seenotretter dazu ermutigt werden, die Einwanderung über das Mittelmeer zu versuchen.“ Und weiter: Die europäische Einwanderungspolitik dürfe nicht kriminellen Menschenschmugglern und den Taxidiensten sogenannter Seenotretter überlassen werden.“

Leider hat die katholische ablehnende Haltung gegenüber der Alternative für Deutschland  bereits in der Vergangenheit Spendendiskriminierung bewirkt: Der Sozialdienst katholischer Frauen verweigerte Spenden, welche zum Schutz gewaltbedrohter Frauen und Kinder bestimmt waren.  Die Rheinische Post hatte darüber berichtet.

Bernd Ulrich: „Meine Spende vom November 2019 war für die Malteser in Ratingen gedacht. Zum einen, um einen Beitrag für ihre Jubiläumsfeier zu leisten, zu der sie mich eingeladen hatten, zum anderen zur Unterstützung ihrer Arbeit hier vor Ort. Es ist ja nicht nur mit dem guten Willen und der Zeit der Ehrenamtlichen getan, sondern Gerätschaften, Material, Ausrüstung und Schulungen kosten Geld. Ich hoffe immer noch einen Weg zu finden, unseren Helferinnen und Helfern in Ratingen die für sie bestimmte Unterstützung zukommen zu lassen.“

Hier nun zum Vergleich, was die Rheinische Post dann tatsächlich abgedruckt hat:

Rheinische Post Ratingen 25. Jan. 2020

Das konnte ich nicht widerspruchslos hinnehmen. Und so schrieb ich erneut an die Ratinger Lokalredaktion:

27.1. 2020  Haben Sie vielen Dank, daß Sie diesen skandalträchtigen Vorgang aufgegriffen haben. Leider ist der Kontext dem unbefangenen Leser nicht ganz verständlich, zumal der Eindruck entstehen konnte, daß es sich bei der Spende um Parteigelder handelt. Dem ist beileibe nicht so; in diesem Fall hätte ich mich sogar der Veruntreuung schuldig gemacht. Ich bitte daher darum, Ihren Lesern  diese Erläuterung zukommen zu lassen:

Bernd Ulrich dementiert, daß es sich bei der Spende an die Malteser um Gelder der Partei handelte. Vielmehr hatte er, wie andere Vertreter der Parteien, eine Einladung zur Jubiläumsfeier erhalten.  Bernd Ulrich: „Es gehört für mich zum guten Ton menschlichen Miteinanders, bei einer Feier, wo ich auf Kosten der Gastgeber Speis und Trank verzehre sowie das Unterhaltungsprogramm genieße, nicht mit leeren Händen zu erscheinen. Deshalb habe ich aus meinem privaten Vermögen diese Spende für die Ratinger Ortsgruppe der Malteser getätigt. Es ist grotesk, einerseits Vertreter der AfD zum Jubiläum der Malteser in die Ratinger Stadthalle einzuladen und anschließend genau diesen Gästen eine Gesinnung zu unterstellen, die sich „gegen die Menschenwürde“ richtet.  Auf meine Nachfrage, worauf er diese Haltung begründet, bezog sich der Pressesprecher Kai Vogelmann mir gegenüber in einem Telefonat sinngemäß auf die kritische Haltung der AfD zur Migration über die Mittelmeerroute. Ich habe daraufhin sowohl im Gespräch als auch schriftlich  um eine Unterredung gebeten, um dieses Vorurteil aus der Welt zu schaffen. Leider wurde dieses Gesprächsangebot bisher nicht angenommen. Ich stehe nach wie vor zu meinem Versprechen, hierüber zu jeder Zeit an jedem Ort mit jedem Kontrahenten eine Diskussion zu führen.“

 Nebenbei bemerkt:  Ich habe bei früherer Gelegenheit auch der Ratinger FDP in Ratingen eine Spende zukommen lassen, wenn ich bei deren Neujahrsempfang verköstigt wurde. —– Ende des Textes der Richtigstellung.

Überflüssig zu erwähnen, daß diese Berichtigung nicht abgedruckt wurde

Autor: hansberndulrich

born 1950, university degree in mathematics, physics. Interested in all topics of natural science, history, politics and economics

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