Bemerkenswert

Der Mob der Rheinischen Post

Es passiert nicht alle Tage, daß der Chefredakteur der Rheinischen Post  auf eine Nachfrage von mir reagiert. Zumal ich das Print-Abo der RP schon zum Jahresanfang gekündigt hatte. Ich will nicht diejenigen, die mich als „Rassisten“  beschimpfen, auch noch mit ein paar hundert Euro jährlich alimentieren. Indessen lese ich gelegentlich die über Internet verbreitete „Morgenbotschaft“ des RP-Chefs Michael Bröcker.  So auch seine Feststellung zu Chemnitz:

Und dies veranlasste mich dann zu einer Nachfrage:

Sehr geehrter Herr Bröcker,

Sie schreiben in Ihrer heutigen, als „Medienzirkus“ titulierten Morgenbotschaft: „Weltweit sind die Videoaufnahmen eines schreienden und wütenden Mobs auf den Straßen von Chemnitz zu sehen, der vermeintliche Ausländer jagt, rechte Parolen skandiert und den Hitler-Gruß zeigt, ohne dass die Polizei eingreift“

Es tut mir leid, aber ich habe trotz Bemühens solche Szenen auf den Film- und Fernsehaufnahmen aus Chemnitz nicht erkannt.  Auch die Google-Suche lieferte mir keine entsprechenden Bilder. Vielleicht können Sie auf RP-online die entsprechenden Sequenzen einbinden, insbesondere die, wo ein wütender Mob vermeintliche Ausländer jagt. Auch ein Hinweis, wo diese Bildreportagen zu finden sind, würde mir schon weiterhelfen.  

Besten Dank, mit freundlichen Grüßen

Der Chefredakteur antwortete am Montag wie folgt:

Das Video ist bei Youtube unter dem Stichwort „Chemnitz“ und „Ausländer“ sehr leicht zu finden. Fast 90.000 Abrufe verzeichnet es.

Ich folgte dem Hinweis, begab mich auf die Suche und wurde fündig. Das Ergebnis entsprach nicht meinen Erwartungen. Und so schrieb ich erneut an den Chefredakteur:

Sehr geehrter Herr Bröcker,
Haben Sie herzlichen Dank, daß Sie in Ihrer montäglichen Morgenbotschaft an die Leser auf meine konkrete Frage eingegangen sind.
Ich bin diesem Hinweis gefolgt und stieß  auf dieses Video, das Sie vermutlich im Sinn hatten:https://www.youtube.com/watch?v=AnlbzQ7kze0
Es wird auf der ersten Seite der Google-Suchergebnisse angezeigt und hat, wie von Ihnen beschrieben, etwas über 90.000 Lese-Zugriffe. Allein,  das  gerade mal sechsminütige Amateurvideo   vermag mich nicht zu überzeugen.  Man sieht gelegentlich einige  Menschen, an einer Hand abzuzählen, die schimpfend hinter anderen, die nicht genau zu erkennen sind, hinterherlaufen.  Einen „wütenden Mob“ hätte ich mir anders vorgestellt. Wenn etwa bei uns in einer beliebigen Ruhrgebietsstadt eine Fangruppe vom Dortmundern mit Schalkern aneinandergerät, dann geht es etwas heftiger zur Sache. Das   Filmchen  ist aus mehreren Sequenzen zusammengestückelt und zeigt  zumeist aufgelockert  schlendernde Gruppen, die dummes, unflätiges Zeugs von sich geben.
Es hat wohl seinen Grund, weshalb entgegen üblicher Gepflogenheiten auf Youtube dieses Video weder kommentiert noch bewertet werden kann.

Nochmals  vielen Dank für den Hinweis.

Der Chefredakteur hat darauf nicht mehr geantwortet. Stattdessen hier die Feststellung des sächsischen CDU-Ministerpräsidenten, wiedergegeben in der „Welt“:

https://www.welt.de/politik/deutschland/article181424984/Kretschmer-zu-Chemnitz-Gab-keinen-Mob-keine-Hetzjagd-keine-Pogrome.html

Dieser Einschätzung haben sich, wie allseits bekannt, zwischenzeitlich auch der Chefredakteur der größten Chemnitzer Tageszeitung, der Bundesinnenminister, der Bürgermeister sowie der Präsident des Verfassungsschutzes angeschlossen.
Lügenpresse ist ein hässliches Wort. Wie sollte man dieses, nicht nur von der RP praktizierten journalistischen Umgang mit den Fakten besser bezeichnen?
Das fragt sich Ihr

Bernd Ulrich

 

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Bemerkenswert

Rheinische Post: Mal wieder unterste Schublade

Liebe Freunde,

 unsere Rheinische Post: Langsam frage ich mich, warum ich mir dieses Lesemissvergnügen allmorgendlich immer wieder aufs neue antue. Aber man möchte ja  informiert sein, was den Bürgern hierzulande so serviert wird.

 Unser alter Bekannter  Michael Bröcker, seines Zeichens sogar Chefredakteur, produziert   im heutigen Leitkommentar mal wieder anrüchige Absonderungen. So erwähnt er  unsere Parteichefin, immerhin eine promovierte Naturwissenschaftlerin und vierfache Mutter, zusammen mit dem obszönen Schimpfwort „Bitch“  in einem Satz.  Bitch ist im Angelsächsischen eine üble Beleidigung und bedeutet so viel wie „Hure“. Auch schon vorher  stänkert der Herr Chefredakteur  gewaltig:

 „Die AfD ist ein Sammelsurium frustrierter Arbeitnehmer, enttäuschter Rentner, politik- und elitenverdrossener Bürgerlicher, aber eben  auch von völkischen Nationalisten und Rassisten“.

 Das ganze unter der Überschrift: „Maß und Mitte gesucht“. So was nenne ich Satire vom Feinsten.

 Nun ja, die RP feierte und beweihräucherte sich selbst vor einigen Tagen anlässlich ihres siebzigsten Geburtstages. Möglicherweise hat unser Michael Bröcker da zu tief ins Maß oder Glas geschaut und ist noch nicht wieder ganz bei Sinnen.  Hatte er doch in einer Sonderbeilage zum 1. Oktober noch wie folgt getönt:

 „Der beste Journalismus ist unparteiisch und unverdächtig. Aufklären, erklären, dabei bitte akkurat recherchieren, ausgewogen argumentieren. Fairness, keine Häme. Das ist unsere Haltung.“

journalismus

Schade, so schnell werden die guten Vorsätze über Bord geworfen.

 Natürlich bezeichnet der Chefredakteur unsere Frau Dr. Petry nicht direkt als „Bitch.“  Statt dessen relativiert er sinngemäß im nächsten Halbsatz: Wer das tut,  der handelt „kleinmütig.“

 Schon großmütig, unser Chefredakteur. Ich empfehle ihm, zur Erweiterung seines Horizontes mal einen Blick in sein eigenes Blättchen vom heutigen Tag  zu werfen.  Da steht auf Seite drei in großer Aufmachung: „Rudelbildung gegen Polizisten“.  Direkt daneben eine Spalte: „Südländer vergewaltigt 80-jährige“. Auf den nächsten Seiten: „Salafisten-Prozess“  und „Attacken gegen Badegäste: Behörden verbummeln Urteil“.

 Die Zeit ist reif für eine Alternative. Eben die Alternative für Deutschland.

Soweit mein Text. Ich konnte der Versuchung nicht widerstehen, den Herrn Chefredakteur mit in die Verteilerliste aufzunehmen. Und hat auf den Köder angebissen:

Sehr geehrter Herr Ulrich,

 vielen Dank für Ihre Mail, auf die ich sehr gerne schnell von unterwegs reagieren möchte. Sie haben mich leider etwas falsch verstanden, sicher nicht absichtlich. Ich habe ein Zitat einer Kölner Kabarettistin wiedergegeben, die Frau Petry „Bitch“ genannt hat. Ich mache mir dies eben nicht zu eigen. Wie Sie ja auch richtig schreiben, kritisiere ich eine solche Äußerung ausdrücklich genauso wie ich Übergriffe / Angriffe auf AfD-Abgeordnete und Funktionsträger kritisiere. Aber das haben Sie ja sicher auch im Kommentar gelesen.

 Dass die AfD ein „Sammelsurium frustrierter Arbeitnehmer, enttäuschter Rentner, politik- und elitenverdrossener Bürgerlicher, aber eben auch von völkischen Nationalisten und Rassisten“ ist, ist meine Meinung, die sich leider durch zahlreiche Äußerungen aus der AfD belegen lässt. Aber wie gesagt, wir wehren uns dagegen, die AfD pauschal zu verurteilen oder zu verunglimpfen. Wir weisen allerdings weiterhin in ruhigem und angemessenen Ton auf die – nach unserer Meinung – kritischen Äußerungen und Sichtweisen in Teilen der AfD hin.

 Beste Grüße

 Michael Bröcker

Rheinische Post Verlagsgesellschaft mbH Chefredakteur  Zülpicher Straße 10 – 40196 Düsseldorf

Das kann ich natürlich nicht auf mir sitzen lassen. Hier meine Replik:

Sehr geehrter Herr Bröcker,

   vielen Dank für Ihre prompte Antwort.

 Wenn jemand an Gespenster glaubt, dann wird er auch Gespenster sehen. Und je mehr Gespenster er sieht, desto heftiger wird geglaubt. Nennen Sie es Autosuggestion, virtuelle Realitäten, selektive Wahrnehmung, was auch immer. Ich frage mich des Öfteren, ob unsere Journalisten tatsächlich an das glauben, was sie da schreiben.  Falls ja, dann sind sie naiv, ansonsten einfach unaufrichtig.

 Im Übrigen passe ich exakt in Ihre Vorstellung vom typischen AfD-Anhänger:

 Frustrierter Arbeitnehmer, enttäuschter Rentner:

 Ich bin dankbar, daß ich mit Mathematik, Physik und BWL seinerzeit das richtige Universitätsstudium gewählt habe, um dann in der aufstrebenden IT-Branche eine Karriere zu starten. Mein langjähriger und letzter Arbeitgeber ist derzeit mit einem Börsenwert von über 100 Mrd. Euro das wertvollste Unternehmen dieses Landes. Ich brauche mir also um meine betriebliche Altersversorgung keine Gedanken zu machen.

 Politik- und Elitenverdrossener Bürgerlicher:     

 Zusammen mit dem zu früh verstorbenen Jürgen Möllemann habe vor Jahrzehnten Straßenwahlkampf in seiner Heimatstadt Münster gemacht. Bis zum Jahre 2009 war ich treuer FDP-Anhänger.  

 Rassist:  

 Als Personalvorgesetzter in einem international tätigen Softwarekonzern hatte ich Gelegenheit, neben deutschen Kollegen auch Mitarbeiter aus fremden Ländern einzustellen: Brasilien, Indonesien, China, Türkei, Libanon.  Zu manchen pflege ich bis heute ein freundschaftliches Verhältnis.  

 Beste Grüße    Bernd Ulrich

 Eine Antwort steht bis jetzt aus …. sollte ich sie erhalten, dann werde ich sie an dieser Stelle veröffentlichen.

 

„Völlig ungerechte Wohnpolitik“ in der RP v. 10.11.2018 Autor Ralf Schmitz

Welch wundersame Einstellung, Herr Schmitz. Der „Luxusbauträger“ der Landeshauptstadt spricht und fordert mehr Gerechtigkeit und soziale Wohnungen. Welch ein Sinneswandel ist denn da in Ihnen vorgegangen ? Bisher kannte Düsseldorf nur Luxuswohnraum im neoklassizistischen Stil aus ihrer Feder ! Dann bauen Sie doch ab sofort Wohnraum mit preisgedämpften und sozialen Mieten und kommunizieren es nicht nur. Für das Handeln gibt es bekanntlich nur einen Beweis, Herr Schmitz, Das TUN ! … und nicht einen auf Sozialapostel machen !

Eingesendet von Joachim G.

 

RP Düsseldorf 19.10.18 „Ärger um Haus Gantenberg“

Leserzuschrift:

Nicht nur die KG Radschläger sind besorgt, ob die Vereinsveranstaltungen Anfang des Jahres im Haus Gantenberg stattfinden können. Wir haben unsere große Familienfeier, die eigentlich im November stattfinden sollte bereits in den Januar 2019 verschoben, weil wir diese unbedingt wieder im Haus Gantenberg feiern wollten, wie alle unsere anderen Feiern zuvor auch. Wir sind dem Wirt gerne seit vielen Jahren treue Gäste und können es nicht verstehen, dass man für eine solche relativ kleine Sanierung so lange braucht. Auf unsere Nachfragen beim Wirt hörten wir, dass es nicht in seinem Ermessen liegt, wann endlich zügig gearbeitet wird, sondern dass die Handwerker von den Stadtwerken als Eigentümer beauftragt werden. So können wir nur im eigenen Interesse hoffen, dass die Stadtwerke nunmehr alles dransetzen, dass es schnellstens weitergeht. Aber wir sind optimistisch und zuversichtlich, dass die Feier nicht noch einmal verschoben werden musss.
Originalartikel:

https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/stadtteile/bilk/bilk-aerger-um-haus-gantenberg_aid-33838153

 

Der Käfer

Betrifft den Beitrag von Herrn Jan Drebes zum Thema „Umstiegsprämien für Dieselfahrer“ (RP – 18. September 2018)
Leider komme ich erst heute dazu, diesen Beitrag zu kommentieren. Ich komme zu dem Schluss, dass Jan Drebes noch sehr jung sein muss und die Motortechnik im VW-Käfer (1938-2003) nicht kennt. Der Käfer war immer mit einem Ottomotor, in der Ausführung als luftgekühlter Boxermotor ausgestattet.
Deshalb finde ich es unpassend, den Käfer in der Grafik als stellvertretend für die „Edelschmutzfinken“ darzustellen. Fast schon diskriminierend.
Nebenbei: Es fällt mir als Leser seit einiger Zeit häufiger auf, dass Bildbeiträge wahllos aus den Archiven verwendet werden und vielfach eine Situation irreführend darstellen. Von Druckfehlerteufeln, die sich dank der Digitalisierung immer häufiger einschleichen, ganz zu schweigen. Für das Korrekturlesen gibt es heute wohl kein Zeitfenster mehr.
Ich grüße Sie freundlich,
Gerd Berßelis,  Neuss

Dieselskandal und Käfer – Geht das ? RP vom 18.9.2018

Als Titelblatt heute eine ganzseitige Werbung?

Als Titelblatt heute eine ganzseitige Werbung? Die Printmedien brauchen Einnahmen? Verständlich. DOCH BITTE SO NICHT! So vergraulen sie mich und andere Abonnenten. In der RP oder auf der letzten Seite, ist Werbung ok. Vertrauen sie dem guten Handwerk des Journalismus, dann bleiben auch die Printmedien in einer veränderten Medienwelt bestehen. Das todgesagte Kino lebt ebenfalls fröhlich, kultig neben TV und den neuen Medien. Veränderungen allerdings braucht es und damit haben Sie ja bereits begonnen. Ich habe Sie übriges wegen des Lokalteils abonniert, das ist Ihre Stärke und beim Lesen erholen sich meine Augen vom PC. Werbung als Titel? – Eine Zumutung!
Mit aufmerksamen Grüßen
Gisela L.

Titelblatt RP 20.Sept.2018

Rheinische Post, 26.09.2018, C 5 Schule und Gesellschaft

Ja, wie wichtig ist das Lernen mit smarten Tafeln – Whiteboard -. Es fehlt nur noch die sog. Autokorrektur. Ist es nicht peinlich, dass „Vielen Dank für die Spende!“ in der Rechtschreibung sogar als Foto mit Schulleitung noch nicht einmal richtig geschrieben ist. Ein Hoch auf die Bildung!!!

Eingesandt von C. Brieger

Originalartikel: https://rp-online.de/nrw/staedte/leverkusen/covestro-sponsert-leverkusener-schule_aid-33286967

 

 

Dear Mitarbeiter

Unter der Überschrift: „Putzkolonne für den Rhein“ berichten Sie von einer Initiative, die aufruft, an einem rhinecleanup teilzunehmen. Ich bin sehr enttäuscht, daß sich der Aufruf nur an unsere Englisch sprechenden Mitbürger richtet und fühle mich entsprechend diskriminiert. Ich hoffe sehr, daß sich genügend Briten und Amerikaner finden, die der Aufforderung Folge leisten. Ich werde einen gemütlichen Samstag verbringen.
Mit freundlichen Grüßen
Susanne B.